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KWZ-Interview 17.04.2008

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"Bildung statt Schule"

NACHGEFRAGT
 

Herr Kube, Sie sind selbst noch Schüler und kennen die Verhältnisse an der Schule aus eigener Anschauung. Wo hakt es denn bei der Bildung im Lande?


Das Hauptproblem ist, dass von der Politik nicht die Voraussetzungen gegeben sind, um gute Schule zu machen. Das fängt bei der Ausstattung der Schulen an und geht bis zur Bezahlung der Lehrer. An allem wird gespart. Lehrer ist so kein attraktiver Beruf mehr. Dabei sollten in der Bildungsarbeit gerade die Besten zu finden sein, es geht schließlich um die Zukunft. Da sollte nicht jeder genommen werden, der bis drei zählen kann.

Das Motto der Demonstration "Schule mit Zukunft" klingt ja im Prinzip optimistisch. Hat denn die Schule tatsächlich noch Zukunft?



Meine schulische Laufbahn hat jedenfalls kaum eine Zukunft. Ich habe praktisch schon damit abgeschlossen. Ich sehe für die Schule an sich aber die Gefahr, dass sie weiter den Bach runtergeht und die soziale Herkunft immer mehr über die Bildungschancen entscheidet.


Das klingt alles sehr ernst. Bei der Demonstration werden Sie aber auch einen kabarettistischen Beitrag leisten?


Ja. Eigentlich sollte der Kabarettist Werner Koczwara bei der Veranstaltung auftreten. Er ist jetzt aber verhindert, und ich springe ein. Das Thema passt ja auch. Ich beschäftige mich bei meinen Auftritten oft mit Bildung und Bildungspolitik. Ich werde mein Programm auch "Bildung statt Schule!" nennen. Was in der Schule passiert, hat für mich nicht mehr viel mit Bildung zu tun, sondern ist nur stures Auswendiglernen. Wichtiger wäre es doch, gesellschaftliche Strukturen und Zusammenhänge zu begreifen. An den Schulen herrscht oft ein Denkverbot. Bei uns am Gymnasium ist es aber nicht so schlimm wie an anderen Schulen. Ich erwähne jetzt mal bewusst nicht die Realschule. Am Samstag werde ich zwei, drei Beiträge zum Besten geben und noch ein paar Worte an die Demonstrationsteilnehmer richten.


Das sogenannte Turbo-Abitur, das G 8, betrifft Sie ja nicht mehr ...


Zum Glück. Was ich so höre, müssen die G-8-Schüler viel öfter nachmittags an der Schule sein und danach noch bis abends 10 Uhr über den Aufgaben sitzen. Das ist doch Stress. Der Druck wird immer größer, es kommt zu Misserfolgen. Das ist ein Teufelskreis, der sich auch negativ auf die Psyche auswirkt. Ich bin davon verschont, und ich werde auch nicht zu jenen Jahrgängen gehören, die gleichzeitig auf den Ausbildungsmarkt und die Studienplätze drängen.


Wie viele Teilnehmer erwarten Sie zu der Demonstration?


Schwer zu sagen. Das hängt auch vom Wetter ab. Und ich weiß nicht, wie gut in Stuttgart selbst die Werbetrommel gerührt wird. Ich tippe mal, dass direkt aus der Stadt die meisten Teilnehmer kommen könnten.



Fragen von Birgit Kiefer



Die Demonstration der Initiative Schule mit Zukunft findet am Samstag, 19 April, auf dem Schlossplatz Stuttgart statt. Kornwestheimer treffen sich am Samstag um 13 Uhr am Kornwestheimer Bahnhof und fahren um 13.20 Uhr mit der S-Bahn nach Stuttgart Hauptbahnhof, von wo aus es dann direkt zum Schlossplatz geht. Ansprechpartner am Bahnhof sind Oli Kube und Andrea Herwig. Die Kundgebung beginnt um 14 Uhr.



Sein Thema ist die Bildungspolitik: Oliver Kube, seines Zeichens Schüler und Kabarettist, wird daher am Samstag bei der Demonstration der Initiative Schule mit Zukunft in Stuttgart seinen Auftritt haben.

Kornwestheimer Zeitung vom 17.04.2008
Direkter Link zum Artikel: http://www.stuttgarter-nachrichten.de/stn/page/detail.php/1685845


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